Datiert auf den 19. April 1914 hinterließ Max Reger (1873-1916) eine kompositorische Peti-tesse von ingesamt neun Takten. Passend zum Titel „Marsch der Stiftsdamen" wählte er die Satz-bezeichnung „Allegro pomposo". Die Notenskizze schrieb er – vermutlich seiner guten Laune als Ausweis seines Heilerfolges entsprungen – in das Gästebuch der Kurklinik Martinsbrunn in Meran, und widmete sie in Dankbarkeit dem Leiter der Klinik, dem Nervenvenarzt Dr. Norbert von Kaan und seiner Gattin Melanie von Kaan.
In einem Brief Regers an seine Frau Elsa, die im Hinblick auf einen günstigeren Kurerfolg besser nicht mitkommen sollte, schreibt er: „Dem Sanitätsrat [Dr. Kaan] wird mehrmals in den Sprechstunden gesagt, dass ich sein bester Assistenzarzt sei, indem ich durch meine Späße die Nerven und die melancholischen Kranken so erheitere, dass sie wieder gesunden."

 

01Allegro pomposo Notensequenz

Denkt man an Reger und hört von Stiftsdamen, so ist man geneigt, gleich einen Bezug zum altehrwür-digen Damenstift Keppel herzustellen. Entstammte doch seine Frau Elsa, geschiedene von Bercken und geborene von Bagenski aus dem Dienst- bzw. Offiziersadel, und war selbst in ihrerer Jugend 1885-87 Schülerin bei den Stiftsdamenlehrerinnen in Keppel. Dort erhielt zu ihrer Zeit noch das adelige Fräulein Lethe von Seckendorff-Aberdar (+1891) – Elsas Mutter war ebenfalls eine geb. von Seckendorff-Aberdar – als Titular-Stiftsdame eine auskömmliche Präbende.

 

                                                                     
                                                                                                   Keppeler Stiftsdamenorden02 Orden einer Stiftsdame

 

 

Später noch einmal, 1921, gab Elsa Reger – ihr Mann war bereits verstorben – ihre ältere Adoptivtochter Christa 15-jährig nach Keppel ins Internat, wo sie allerdings nicht lange blieb.
Frau Prof. Susanne Popp – Leiterin des Max-Reger-Instituts (MIR) in Wiesbaden, wo auch das beigestiftete Gebr.-Busch-Archiv verwahrt und verwaltet wird –, die uns in Keppel, so auch die Einrichtungen von MAKSi vor einigen Jahren besucht hat, gab auf Nachfrage kürzlich zur Antwort, dass der musikalische Scherz „Marsch der Stiftsdamen", den Reger in Meran zu Papier brachte, wohl nichts mit Stift Keppel zu tun habe.

 

 

 

03 Frau Professor Popp

 

Professor Susanne Popp. geschäftsführendes Kuratoriumsmitglied des Max-Reger-Instituts und der Elsa-Reger-Stiftung in Karlsruhe

 

 

Sie wisse Genaueres über die Entstehungsumstände aus einem Schreiben von Annie Unter-steineran, Frau eines Neffen von Dr. Norbert von Kaan. In dem Blatt, das das MRI 31. 12. 1955 von ihr erwarb, heißt es: „Da waren vor allem im Speisesaal die vornehmen Stiftsdamen, die sich seinen Spott zuzogen. Sie rauschten immer sehr steif und ablehnend in den Saal, blickten strafend und missbilligend zur Tête der Tafel an der Reger neben meiner Tante saß und wo es stets ein lautes Gelächter gab." Demnach hat Reger Stiftsdamen nicht nur dem Hörensagen nach persifliert. Seine Frau scheint sich vielmehr vollständig über ihre Zeit [im hiesigen Stift] ausgeschwiegen zu haben.
Der Patient, der in der psychosomatischen Kurklinik die notorische Ulknudel gab, als mani-schen Gegenbeweis zu seiner sonst eher depressiven Veranlagung und Ausweis seiner Gesundung nach dem vorausgegangenen psychischen und physischen Zusammenbruch, soll eigenem Bekun-den nach „stinkenden Käse unter die Stühle feiner Stiftsdamen genagelt" haben. Also haben zu seiner Zeit jene auch dort in Martinsbrunn konkret gesessen.

 

 004 Max Reger verkleidetMax Reger 1914 in Martinsbrunn in Meran als betuliche Stiftsdame verkleidet.

 

 

 

Frau Professor Popp schreibt weiterhin: „Ich nehme mit Sicherheit an, dass es adelige Damen waren (wie Stiftsdamen zumindest in Preußen ja wohl immer), die wie Reger als Gäste im Sanatorium weilten, nicht als Mitglieder des Pflegepersonals. Das „pomposo" sagt viel über Regers Einstellung zur adeligen Ver-wandtschaft seiner Frau.
Schade eigentlich, denn so hätte der Marsch der Stifts-damen aus prominenter Feder für Stift Keppel, vielleicht auch MAKSi, zum Erkennungshymnus werden können.

Dr. Erwin Isenberg

 

Hier die Presseberichte der:

Siegener Zeitung und Westfalenpost / Westfälische Rundschau

 meisterkurs2

 

Internationaler Meisterkurs 2016
Performance Training
vom 17. bis 24. Juli 2016
in Stift-Keppel, Hilchenbach (NRW)

 

 

Prof. Laurent Breuninger, Violine
Hochschule fu?r Musik Karlsruhe


Prof. Leonid Gorokhov, Violoncello
Hochschule fu?r Musik, Theater und Medien Hannover


Solistisches Abschlusskonzert
im Stift-Keppel-Konventsaal Sonntag 24.07.2016, 10.30 Uhr

 

MAKSi Musikakademie Siegerland-Su?dwestfalen e.V,
Internationaler Meisterkurs 2016 I Anschrift: Projektleitung
Frau Traudel Diedrich I Heesstraße 107 I 57223 Kreuztal-Fellinghausen

 

Flyer mit Anmeldeformuar zum Download

Bologna (Italien) 29.01.2016

Online CD Bestellung bei JPC

Online CD Bestellung bei BONGIOVANNI

Erste CD für das MAKSi Akademieorchester

Andrea Bongiovanni: "Ein exellentes Resultat"

 

Das MAKSi Akademieorchester nahm mit dem Label Bongiovanni (Bologna/Italien) seine erste CD auf. In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftler Umberto Leonardo wurde im Rahmen des Festivals „Spiritueller Sommer“, zu dem der Verein Pro Forma e. V. ins Museum Eslohe eingeladen hatte, die geistliche Kantate „Glaube, Hoffnung und göttliche Liebe“ von Niccoló Jommelli aufgeführt.

Als Solisten sangen Valentina Bilancione Sopran, Marialucia Caruso Alt und Manuel Ried Tenor. Der Dirigent war Maurizio Quaremba.

Im Februar 2016 wird die Doppel-CD in Europa erscheinen und ab März in den USA.

Live Aufnahme: Kruno Schmidt / www.redline.studio.de
Cover: Ulrich Bender / www.ulrich-bender.de

 

Premiere am 13.09.2015 Stadthalle, Kreuztal 17.00 Uhr

"Hugo der Wassergeist" DANKE KREUZTAL!

Das kreuztaler Familienmusical nach einem Märchen von Elke Gold

 

Hier die Vorberichten

 

WDR Lokalzeit (Ab Minute 22.23)

 

Der Westen

 

Lesen Sie hier bitte die Berichte:

 

Westfalenpost und Westfälische Rundschau, von Isabelle Weber

 

Siegener Zeitung, von Katja Fünfsinn

 

Fotos: Kruno Schmidt - Siegen

019244

 

159283

 

348871

 

399364

439383

 

568817

 

578940

 

749557


die Operette "Der Vogelhändler"

von Carl Zeller wurde in der Stadthalle in Kreuztal mit einem internationalen Ensemble dem

Opern- und Operettenchor Kreuztal (Projekt) und dem MAKSi Akademieorchester, mit großem Erfolg, aufgeführt.

Veranstalter war die Chorgemeinschaft Kreuztal in Zusammenarbeit mit Kulturkreuztal.

 

Hier der Kommentar von Julia Eiden aus der Westfalenpost und Westfälische Rundschau.

Hier die Siegener Zeitung / Simone Bender. 

Die
kleine Schwester der Oper, die Operette, ganz groß

Kommentar von Dr. Erwin Isenberg

„Donnernder Applaus nach Gefühls-Chaos“ titelte die Presse nach der Aufführung von Carl Zellers mitreißender Operette „Der Vogelhändler“. Ein anderer Kommentar verwendete die Überschrift: „Ungetrübter Operettengenuss“ und meint, dass auch in der dargebotenen konzertanten Fassung alle Facetten des vergnüglichen Spektakels um Affären, Avancen und Verwechslungen zur Geltung kamen. Der sparsame Einsatz von Requisiten half gelegentlich bei der Visualisierung, wie auch die eigens verfassten, launigen Dialogtexte den Handlungsfaden zwischen den Musiktiteln zusammenfügten. Die quirligen, bisweilen aufschäumenden aber auch gefühlvollen, auf jeden Fall ins Ohr gehenden Musikklänge versetzten nicht nur die Zuhörer in Schwingungen, auch die Aufführenden nahmen jene heitere Stimmung begeistert auf und gaben sie in bester Spiellaune weiter. Renommierte Solisten wie Cameron Becker in der gefeierten Titelrolle des Vogelhändlers Adam, seine Verlobte Christel, strahlend gesungen von Valentina Bilancione, Anna Pehlken als sympathische Kurfürstin, Marialucia Caruso als reiche Hofdame mit dem Timbre eines Mezzosoprans, der sonore Bariton Frank Dolphin Wong, seit jeher ein Publikumsliebling in Kreuztal, diesmal als Wild- und Waldmeister Baron Weps, der Tenor Boris Leisenheimer in der schneidigen und geschmeidigen Rolle des Neffen Graf Stanislaus und die noch jungen, aber schon sehr überzeugenden Sänger Matthias Lika als Dorfschulze Schneck, Fabian Langguth und Manuel Ried in der köstlichen Rolle karrieregeiler Professoren, sie alle ließen den Gesang an diesem Abend zum Erlebnis werden. Dazu ein musikalisch hochqualifiziertes, mitreißendes MAKSi-Orchester, wie auch ein vielköpfiger, erweiterter Projektchor, in seinem Kern die Kreuztaler Chorgemeinschaft als bewährte Organisatoren, alles – im wahrsten Sinne des Wortes – in der Hand des großartigen Dirigenten Maurizio Quaremba. Immer wieder erstaunlich, wie er es versteht, ein derart gigantisches Vorhaben von weit über hundert Beteiligten zur Aufführungsreife zu bringen. Das Besondere ist das Zusammenbringen und Zusammenklingen von Profis und Laien. Zur Seite stand ihm ein Organisationsteam, das erprobt und gewachsen ist durch zwölf vorausgehende Großereignisse, wie es eine Operngala dieser Güte nun mal ist. Ein Geschenk für das Kulturleben einer Stadt. Kreuztal dankte mit herzlichem Applaus.

Dr. Erwin Isenberg

 

Das Konzert, das vom MAKSi-Akademieorchester auf Einladung von ProForma e.V. am

08. August 2015 um 19.30 Uhr im Museum "DampfLandLeute" Eslohe gegeben wird, gehört zur Veranstaltungsreihe „Spiritueller Sommer“.

 

Auf dem Programm steht das Doppelkonzert für Harfe und Flöte von W. A. Mozart. Als Solisten konnten Wei-Ching Tseng, Harfe, und Ursula Keller, Flöte, gewonnen werden.

 

Im zweiten Teil des Konzerts wird die geistliche Kantate „Fede, Speranza e Amor divino“ (Glauben, Hoffnung und göttliche Liebe) von Niccoló Jommelli uraufgeführt.

 

Das zugrundeliegende Manuskript entdeckte der Musikwissenschaftler Umberto Leonardo in der Bibliothek des Konservatoriums „S. Pietro a Majella“ in Neapel. Die Schönheit dieses vergessenen Werkes überzeugte ihn auf Anhieb.

 

Die Gesangssolisten sind Valentina Bilancione, Sopran, Marialucia Caruso, Alt und Manuel Ried, Tenor. Der Dirigent ist Maurizio Quaremba.

 

Die Live-Aufnahme wird vom Label bongiovanni (www.bongiovanni90.com) aus Bologna als CD produziert und weltweit vertrieben. Tonmeister ist Kruno Schmidt.

Ein Konzert des Kreuztaler Kulturkreises
in Zusammenarbeit mit Kreuztal Kultur

"Serenade"

Lesen Sie bitte den Artikel aus der Westfälischen Rundschau von Wolfgang Leipold

Hier anklicken

 

Lesen Sie bitte den Artikel aus der Siegener Zeitung (sib)

 

serenade foto

Das MAKSi Akademieorchester mit Ursula Keller (Flöte), Anna Pehlken (Sopran) und Maurizio Quaremba

Quelle: Siegener Zeitung (Foto: sib)

moncler outlet moncler outlet online nike tn pas cher tn pas cher air jordan pas cher air jordan site officiel parajumpers pas cher parajumpers pas cher golden goose outlet online piumini moncler outlet piumini moncler outlet piumini moncler outlet piumini moncler outlet piumini moncler outlet piumini woolrich outlet piumini woolrich outlet piumini woolrich outlet piumini woolrich outlet piumini woolrich outlet air max pas cher air max 90 pas cher golden goose outlet golden goose saldi golden goose pas cher golden goose soldes chaussures de foot chaussures de foot pas cher